Erstellt: 17.01.2019 | Vertriebsgesellschaft verlangt von axanta AG Schadenersatz

Im letzten Jahr entstand Streit zwischen der axanta AG mit einer ihrer Vertriebsgesellschaften über den Umgang mit Kunden. Bei ihr handelt es sich um eine Firma, welche von Anfang an mit der axanta AG zusammenarbeitete, weshalb auch besonders enge Kontakte zu Herrn Udo G., dem Vorstand der axanta AG, bestanden. Der nun intern entstandene Streit erscheint deshalb besonders pikant und von der axanta AG wird ein hoher 6-stelliger Betrag als Schadenersatz  auf der Grundlage abgeschlossener Verträge verlangt.

Zum Hintergrund

Während des Jahres 2018 kam es zu Meinungsverschiedenheiten über eine immer aggressivere Vertriebsstrategie, welche eine seriöse Bearbeitung von Kundenanfragen durch die Vertriebsgesellschaft zum Teil einengte oder unmöglich machte.
Die axanta AG verlangte z.B., an sich nicht veräußerbare Unternehmen unter Vertrag zu nehmen und den Inhabern einen potentiell erfolgreichen Unternehmensverkauf zu offerieren, obwohl die betreffenden Unternehmen weder nach deren betriebswirtschaftlichen Kennzahlen noch den intern vereinbarten Qualitätskriterien zum Verkauf geeignet waren. Die Aussichten einen Käufer zu finden, tendierten daher gegen Null.
Der nun entstandene interne Streit über die Umsetzung von Vertriebsstrategien nebst Schadenersatz bestätigt spiegelbildlich die Vorhaltung aus den Gerichtsverfahren für Kunden gegen die axanta AG, dass der Abschluss des Dienstleistungsvertrages in vielen Fällen allein dem Vergütungsinteresse geschuldet war.
Es wird auch eine zu hohe Vergütung verlangt, welcher keine angemessene Gegenleistung gegenübersteht. Wenn hiervon bis zu 30 % als Provision an die Vertriebe/den Consultanten gezahlt werden und dies sowie deren Stellung als freier Handelsvertreter in der Beratung nicht offengelegt wird, kann der Auftraggeber den möglichen Interessenwiderspruch nicht erkennen und braucht auch nicht mit einer derart hohen Provision zu rechnen.

Insofern sehen wir weiter gute Argumente, die für Dienstleistungsverträge an die axanta AG gezahlte Vergütung zurückzuverlangen oder bei neu abgeschlossenen Verträgen den Vergütungsanspruch abzuwenden.


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17.01.2019

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