Cashmaxx KG - BaFin verlangt Abwicklung, Schadenersatz gegen Berater

Das Bundesamt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte mit Bescheid vom 27. No­vem­ber 2013 der Firma Cashmaxx KG (Cashmaxx) aufgegeben, das ohne Erlaubnis betriebene Ein­la­gen­ge­schäft durch Rückzahlung der erhaltenen Geldbeträge abzuwickeln. Eine Rück­zah­lung haben die Anleger dementgegen bisher nicht erhalten. Seit Oktober 2013 waren alle Ra­ten­zah­lun­gen we­gen vermeintlicher Verzögerungen bei der Auflösung von Investitionen von Cash­maxx eingestellt worden.

Es erscheint deshalb sinnvoll, die möglichen Ansprüche durch einen Rechtsanwalt überprüfen zu lassen.

Cashmaxx erwarb von Anlegern bestehende Lebensversicherungs- oder Bausparverträge, kündigte diese Verträge und zog die Guthaben zur Anlage ein. Den Anlegern wurden als Kaufpreis bis zu 200 % des Rückkaufswertes oder Bau­spar­gu­tha­bens zugesichert. Der Haken dabei ist, dass dieser Kaufpreis nur in geringen monatlichen Raten von z.B. 0,35 % für 144 Mo­na­te und mit einer hohe Schlussrate von rund 1/4 an die Anleger auszuzahlen sein sollte.

Die Firma OVB Vermögensberatung AG (OVB) begründete z.B. gegenüber Anlegern die Emp­feh­lung damit, dass der monatliche Rückzahlungsbetrag wiederum in neu ab­zu­schlie­ßen­de Le­bens­ver­si­che­run­gen eingezahlt wird. Dadurch sei eine wesentlich bessere Altersvorsorge zu er­rei­chen, als durch die Weiterführung der bestehenden an Cashmaxx verkauften Le­bens­ver­si­che­rung.
Nicht erklärt wurde, welche Investitionen Cashmaxx tätigt, wie sich deren Ge­schäfts­tä­tig­keit dar­stellt und auf welche Art und Weise diese in der Lage sein würde, den versprochenen Kauf­preis zu zahlen.
Berücksichtigt man den im Kaufvertrag genannten Zeitraum von 12 Jahren, hätte Cashmaxx nicht nur das Kapital er­hal­ten, sondern jährlich eine Rendite von über 10 % (ca. 8 % Rendite je An­le­ger zuzüglich Ver­wal­tungs­auf­wand und Provisionen) erwirtschaften müssen, um die über­nom­me­ne Verpflichtung aus dem Kauf­ver­trag erfüllen zu können. Bei gleichzeitiger Ein­la­ge­si­cher­heit für das angelegte Kapital ist ei­ne solche Rendite jedenfalls seit der Finanzkrise im Jahr 2008 am Kapitalmarkt nicht zu er­wirt­schaf­ten. Hätte Cashmaxx hingegen risikoträchtig und spe­ku­la­tiv investiert, um die be­nö­tig­te Rendite (eventuell) zu erwirtschaften, bestand von vorn­her­ein die Gefahr der Nichterfüllung des Kaufvertrages durch Insolvenz oder des Betreibens ei­nes Schneeballsystems. Es liegt damit die Vermutung nahe, dass das Geschäftsmodell dau­er­haft nicht wirtschaftlich zu be­trei­ben war.
Dies unabhängig davon, ob eine Genehmigung nach dem Kre­dit­we­sen­ge­setz durch die BaFin not­wen­dig war.

Aus Sicht der Anleger wurde durch die Empfehlung eine sichere Anlageform mit ei­nem Kaufvertrag getauscht, welcher durch die geringe und lange Ratenzahlung, einer in­tran­spa­ren­ten Geschäftstätigkeit der Firma Cashmaxx und de­ren Insolvenzrisiko ohne Ein­la­ge­si­che­rung, wie bei Banken und Versicherungen, ge­kenn­zeich­net ist.
Aus den uns vorliegenden Unterlagen ist keine Risikobelehrung durch die OVB zu erkennen.
Nach den bisherigen Erkenntnissen scheinen deshalb mehrere Be­ra­tungs­feh­ler vorzuliegen, wel­che einen Schadensersatzanspruch begründen können.

 

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